Exkursion zum Büchsenmacher

Mit der Waffe waidwerken können wir alle, wie so ein Arbeitsgerät jedoch hergestellt wird und wie viele Schritte und wie viel Zeit dies in Anspruch nimmt wussten die meisten von uns bisher nicht. Wir hatten die tolle Möglichkeit einem bekannten und erfahrenen Büchsenmacher einen Nachmittag über die Schulter zu schauen. Es gibt nur noch wenige, die dieses Handwerk noch beherrschen und ausüben. Handgefertigte Waffen sind etwas sehr besonderes und für uns Studenten in näherer Zukunft mehr als unerschwinglich. Trotzdem war es toll mal solche Unikate in der Hand halten zu dürfen und den gesamten Herstellungsprozess zu verfolgen.

Von Hightech Geräten bis hin zu mehreren hunderte Jahre alten Maschinen, die bei richtiger Verwendung immer noch ein besseres Ergebnis als alles Moderne liefern, war alles dabei. Die Liebe zum Detail, die Geduld und Sorgfältigkeit des Büchsenmachers war faszinierend doch auch notwendig: Geht etwas an einer der alten Maschinen kaputt oder verschleißt ist es schwierig bis unmöglich Ersatzteile hierfür zu bekommen. Das würde bedeuten, dass die zukünftigen Waffen nicht mehr in der gewohnten und gewünschten Präzision und Art und Weise hergestellt werden könnten.

Wir haben auch gesehen und gelernt was ein wirklicher Maßschaft bedeutet. Die Waffe wird eins mit dem Körper und wird auf ihren Besitzer einzigartig angepasst, nicht andersrum. Für jeden passionierten Jäger der es sich leisten kann und Spaß daran hat sicherlich eine Überlegung wert. Nun wissen wir auf jeden Fall, dass wir in der Uni gut aufpassen müssen um vielleicht eines Tages so ein Kunstwerk unser Eigen nennen zu können.

Eure Hubertia.